Tennisplätze aus dem Dornröschenschlaf geweckt

Aktivcenter und Staatsbad Bad Pyrmont planen bereits weitere gemeinsame Projekte in der Kurstadt

Bad Pyrmont (red). Seit August des Jahres steht das Aktivcenter Bad Pyrmont mit Sitz in der Drakestraße in enger Kooperation mit dem Staatsbad Bad Pyrmont. Und es hat den Anschein, als wäre dies erst der Beginn einer gedeihlichen Zusammenarbeit.

Wie ist es dazu gekommen? Bei einem Ausflug des Aktivcenters entdeckten die Teilnehmer und Mitarbeiter unter der Führung von Standortleiter Christian Woop die Tennisplätze am Kurpark, die wie im Dornröschenschlaf vor sich hinschlummerten und zu wucherten. Sofort entstand die Idee, dem ein Ende zu setzen und den Tennisplätzen neues Leben einzuhauchen.
Nach Rücksprache mit dem Kurdirektor Heinz Hermann Blome, der sein Einverständ nis signalisierte, begannen die Teilnehmer des Aktivcenters mit der Arbeit. Dies mit Profiwerkzeug, das ihnen von der Kurparkgärtnerei „La Vandula“ zur Verfügung gestellt wurde.
Innerhalb kurzer Zeit wurden die Tennisplätze so von ihnen in einen durchaus ansehnlichen Zustand gebracht. Die Gestaltung der Tennisplätze, die in mehreren Etappen fortgesetzt werden soll, wird dem Vernehmen nach nicht die einzige Maßnahme des Aktivcenters in Kooperation mit dem Staatsbad bleiben. Angedacht und im Gespräch ist ein weiteres Projekt, nämlich die Instandsetzung und Wiederherstellung der Attraktivität des „Zwergenwaldes“. Eine erste Begehung zu diesem Zweck hat bereits stattgefunden.

Im Übrigen konnte das Aktivcenter erst vor Kurzem mit einem Tag der offenen Tür sein zweijähriges Jubiläum in der Kurstadt feiern. Der Verein mit Hauptsitz in Detmold und vier weiteren Standorten ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und in den Bereichen Jugendberufshilfe, Lernhilfe und Integrationshilfe tätig. Seit 2009 ist das „Aktivcenter“ in der niedersächsischen Kurstadt als Auftragnehmer des Jobcenters Hameln Pyrmont für die Integration von Langzeitarbeitslosen tätig und bietet 16 Teilnehmern professionelle Unterstützung und Begleitung bei der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben an.

Im Mai 2011 startete das Aktivcenter Migration für 12 weitere Teilnehmer mit dem Schwerpunkt Sprachförderung. Ab Oktober bietet das Aktivcenter in einer neuen Maßnahme zusätzlich das Gewerk Holz an. Zu diesem Anlass gratulierte an erster Stelle Bürgermeisterin Elke Christina Roeder dem Bildungsträger für sein zweijähriges Jubiläum und Engagement in der Kurstadt. In ihrer Ansprache würdigte Roeder den Einsatz von Teilnehmern und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und unterstrich die Relevanz solcher Einrichtungen auch und gerade für Bad Pyrmont: „Nicht nur in den Großstädten, auch in der ländlichen Region gibt es Langzeitarbeitslosigkeit.“ Sie hob hervor, wie wichtig es sei, dass „ Vereine wie Perspektive e.V. Unterstützung und Hilfe in den verschiedenen Lebens lagen anbietet“, so Roeder.

erschienen am: 
12.10.2011
Quelle: 
Pyrmonter Nachrichten
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